Bundesregierung plant Gütesiegel für sichere IT-Produkte

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IT-Produkte: Was bedeutet das neue Gütesiegel?

Ein Gütesiegel für die sichere Nutzung von Internet, Computern, Software und anderen digitalen IT-Produkten – daran arbeitet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) derzeit. Es soll IT-Produkte kennzeichnen, die besonders sicher sind. Bis Mitte kommenden Jahres soll das Gütesiegel, eine Art „Blauer Engel“ für IT-Sicherheit, veröffentlicht werden. Bei der Entwicklung einbezogen werden Verbraucherschützer, Wirtschaftsvertreter, IT-Sicherheitsexperten und Gewerkschaften.

Ziel ist es, ein einheitliches und verständliches Gütesiegel zu etablieren, mit dem Cybersicherheit nicht nur für Experten, sondern für Laien verständlicher und leichter realisierbar wird. Verbrauchern soll die Einschätzung erleichtert werden, wie sicher IT-Produkte sind. Die Bundesregierung will mit Hilfe des Gütesiegels die Verbreitung sicherer IT-Produkte forcieren.

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Gütesiegel für mehr Wettbewerb

Somit kann IT-Sicherheit zu einem Wettbewerbsfaktor für Unternehmen im Kampf um Kunden werden. Die ersten Sicherheitstests sollen noch in diesem Jahr in einem Pilotprojekt mit Breitbandroutern anlaufen. Ein zweites Pilotprojekt beschäftigt sich mit Mindeststandards für das vernetzte Haus (Smart Home).

Mit dem Gütesiegel wird ein zentraler Punkt der Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 umgesetzt. Für umfassende Cyber-Sicherheit sei vielfach ein „internationaler Kontext […] nötig“, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Deshalb könne das geplante Gütesiegel für IT-Produkte auch als Wegbereiter für eine europäische Lösung dienen.

Der Handlungsbedarf für ein Gütesiegel ist durchaus gegeben. Die digitale Welt wächst aktuell in einem rasanten Tempo – und somit auch die smarte Vernetzung von digitalen Geräten. Das Wachstum erreichte in diesem Jahr einen neuen Meilenstein: mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (3,77 Milliarden Menschen) ist jetzt online. Auch in Deutschland nutzen immer mehr Bürger digitale Technologien in ihrem Alltag. Ob Online-Shopping, Internet-Banking, Smart Home oder Social Media. All diese Web-Anwendungen werden auch mit dem Smartphone von unterwegs genutzt.

Gütesiegel vereinfacht Orientierung

Was uns einerseits das Leben erheblich vereinfacht, führt andererseits zu Problemen. Durch die ständig wachsende Menge an Daten und möglichen Angriffspunkten steigt das Bedrohungspotenzial für Cyberattacken. Die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe auf digitalisierte Infrastrukturen wird größer.

Digitalisierung benötigt deshalb vor allem IT-Sicherheit. Und damit ist es bei den Deutschen nicht ausreichend bestellt. „Das Bewusstsein für IT-Sicherheit ist zwar gestiegen in der Bevölkerung, das begrüßen wir, aber sie ist noch nicht auf dem Niveau so wie wir uns das wünschen“, stellte Thomas de Maizière kürzlich fest. Kritik übte der Innenminister insbesondere an Herstellern von IT-Produkten. Diese seien weitestgehend sehr gut, wenn es um Innovationen gehe – bei der Produktpflege hingegen gebe es oft Defizite. Ein Gütesiegel hilft dabei, sichere von unsicheren IT-Produkten zu unterscheiden.

Laut Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wird Soft- und Hardware aktuell oft mit Qualitätsmängeln auf den Markt gebracht. Die Zahl der Schwachstellen nehme stetig zu. Hersteller müssten hier Verantwortung übernehmen und sichere IT-Produkte bereitstellen. Informationssicherheit müsse schon bei der Produktentwicklung von vorne herein mitgedacht werden. Ein Gütesiegel kann hier Orientierung bieten: „Ich halte das für einen ganz wichtigen Punkt, […] dass wir auch erkennen können: Wie sicher sind eigentlich unsere elektronischen Produkte.“

Doch nicht nur die Hersteller sind gefordert, etwas zu tun. Auch die Verbraucher müssen für einen besseren Schutz sorgen: „Viele Lösungsansätze liegen in der Eigenverantwortung der Nutzer“, so de Maizière.

6 Empfehlungen für den Kauf sicherer IT-Produkte

Diese 6 Empfehlungen sollten Sie beim Kauf von IT-Produkten beachten:

  1. Schauen Sie nicht nur auf den Preis und den Komfort, sondern achten Sie auf Sicherheit
  2. Ist der Anbieter zertifiziert, schnell erreichbar und bekannt für den sicheren Umgang mit Daten?
  3. Stehen für Soft- und Hardware Sicherheits-Updates zur Verfügung?
  4. Müssen Sie dem Anbieter Berechtigungen erteilen, um auf Ihre Daten zugreifen zu können? Hinterfragen Sie, ob die Zugriffsberechtigungen nötig sind und ggf. abgelehnt werden können
  5. Bei vernetzten Geräten: Findet die Kommunikation verschlüsselt statt?
  6. Nach dem Kauf: Wechseln Sie unbedingt voreingestellte Standardpasswörter

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