Personenbezogene und sensible Daten: 10 Tipps zu deren Schutz

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Vorab: Sie sind selbst maßgeblich verantwortlich für den Schutz Ihrer persönlichen Daten. Die Speicherung und der Schutz von personenbezogenen bzw. sensiblen Daten wird täglich in Politik und Medien heiß diskutiert: Die Speicherung von zu vielen Daten, zu geringe IT-Sicherheit oder auch zu wenig Schutz der Daten vor Cyberkriminalität, jedoch sollten Sie ihre persönlichen Daten in erster Linie durch eigenverantwortliches Handeln schützen. Eine Lösung ist unser Datenschutz Service Owl, der Sie alarmiert, wenn Ihre Daten im Darknet zum Verkauf stehen und damit unmittelbar missbrauchsgefährdet sind.

Was genau sind personenbezogene oder sensible Daten? Was können Sie tun, um Ihre persönlichen Daten zu schützen? Lesen Sie, was Sie dazu wissen müssen und 10 Tipps zum Schutz Ihrer persönlichen Daten.

Was gehört zu den personenbezogenen Daten?

Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmen oder bestimmbaren natürlichen Person werden nach dem Bundesdatenschutzgesetz als personenbezogene Daten bezeichnet. Geregelt wird dies im Bundesdatenschutzgesetz und der Europäischen Datenschutzrichtlinie (§3 Absatz 1 BDSG und Art. 2 Buchst. A Richtlinie 95/46/EG)

Konkret zählen zu diesen Einzelangaben z.B.:

  • Name, Geburtsdatum, Alter, Familienstand
  • Adresse und Telefonnummer
  • E-Mail- und Internet-Adresse
  • Einzelangaben zu etwaigen Titeln, Geschlecht, Größe, Haarfarbe etc.
  • Kontonummer, Kreditkartennummer
  • Personalausweisnummer
  • Sozialversicherungsnummer
  • Steueridentifikationsnummer
  • Kfz-Kennzeichen, Kraftfahrzeugnummerö
  • Genetische Daten und Krankendaten
  • Werturteile wie zum Beispiel Zeugnisse
  • sogar die IP-Adresse

Daten müssen nicht direkt in Verbindung zu einer Person stehen, um als personenbezogen zu gelten. Ist beispielsweise bekannt, welche Personen zu einem Haushalt gehören, können die IP-Adressen diesen Personen indirekt zugeordnet werden.

Auch die technische Form der Daten ist unerheblich, denn Videos, Fotos, Röntgenbilder und Audio-dateien können auch personenbezogenen Daten enthalten.

Was sind sensible Daten?

Sobald ein Unternehmen sensible Daten erfasst oder verarbeitet, gelten strengere Datenschutz-Vorgaben.  Die Definition der sensiblen Daten als Teilbereich der personenbezogenen Daten geht auf  §3 Abs. 9 BDSG zurück:

Folgende Angaben gehören dazu:

  • Rassische und ethnische Herkunft (z.B. Hautfarbe)
  • Politische Meinungen (z.B. Parteimitgliedschaft)
  • Religiöse oder philosophische Überzeugungen (z.B. Glaubenszugehörigkeit)
  • Gewerkschaftszugehörigkeit (z.B. Mitglied einer bestimmten Gewerkschaft)
  • Gesundheit (z.B. Krankheiten)
  • Sexualleben (z.B. Homosexualität)

Diese sensiblen Daten dürfen nur verarbeitet werden, wenn es dem Zweck der Vertragsanbahnung oder der Erfüllung eine Vertrages mit dem Betroffenen dient, wenn eine Einwilligung des Betroffenen vorliegt und wenn die Daten allgemein zugänglich sind.

Inwiefern Sie sensible Daten preisgeben oder verwenden – beispielsweise in sozialen Medien oder auf Dating-Plattformen – müssen Sie individuell entscheiden. Handeln Sie hier fahrlässig oder unachtsam, riskieren Sie, dass sich Dritte Zugang zu Ihre sensiblen Daten verschaffen.  Dies kann dann bis zum Identitätsmissbrauch bzw. zu Diskriminierung oder Bloßstellung führen.

Wie schützen Sie konkret Ihre persönlichen Daten? Lesen sie die folgenden 10 Tipps

Um Ihre persönlichen Daten (personenbezogen bzw. sensible) im Internet zu schützen, vertrauen Sie auf Ihren gesunden Menschenverstand. Geben sie nicht auf jeder Website Ihre kompletten persönlichen Daten an. Prüfen Sie, ob die angefragten Daten für den gewünschten Service notwendig und die Abfrage berechtigt ist.

Die wichtigsten Tipps zum Schutz Ihrer persönlichen Daten im Überblick:

  1. Wichtigste Regel: So wenig personenbezogene Daten wie möglich preisgeben!
  2. Persönliche Daten nur auf vertrauenswürdigen Webseiten eingeben, die über eine sichere https-Verbindung verfügen
  3. Sichere Passwörter: Experten raten zu einer Kombination von Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung), Sonderzeichen und Zahlen. Verwenden Sie jedes Passwort nur einmal und halten Sie diese geheim.
  4. Geräte schützen: Sicherheitssoftware installieren, Auf dem neusten Stand halten und dieWLAN-Verbindung verschlüsseln
  5. Internet-Browser sicherer machen: Optimieren Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers
  6. E-Mail Risiken minimieren: Spam- und Phishing-E-Mails ignorieren, nur vertrauenswürdige Anhänge öffnen und eine zusätzliche E-Mail Adresse verwenden, die keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt
  7. Im Internet recherchieren, welche eigenen personenbezogenen Daten öffentlich einsehbar sind
  8. Kontoauszüge regelmäßig auf inkorrekte Abbuchungen durchsehen (durchschnittlich dauert es 37 Tagen bis Datenmissbrauch entdeckt wird)
  9. Vorsicht bei der Nutzung öffentlicher Computer: keine persönlichen Daten angeben und bei genutzten Diensten immer ausloggen
  10. Sämtliche persönlichen Daten endgültig löschen, bevor Sie Ihren Computer, Ihr Smartphone etc. entsorgen oder verkaufen

Passen Sie in sozialen Netzwerken die Privatsphäre-Einstellungen so an, dass nur ein bestimmter Personenkreis Ihre persönlichen Daten sehen kann und nutzen Sie statt Ihres richtigen Namens einen Spitznamen.

Auch das eigene Smartphone enthält viele personenbezogene Daten. Sichern Sie dieses mit einem PIN und prüfen Sie vor dem Installieren von Apps für welche Daten Sie den Zugriff autorisieren.

Behandeln Sie Ihre personenbezogenen und sensiblen Daten mit der größten Sorgfalt. Geben Sie ihre persönlichen Daten nur an, wenn Sie sicher sind, dass angemessen mit diesen umgegangen wird. Das Internet vergisst nicht. Ihre veröffentlichten Daten können noch Jahre später aufgefunden bzw. für persönliche Zwecke missbraucht werden.

Mit unserer digitalen Alarmanlage Owl sichern Sie sich vor Datenmissbrauch, denn Owl alarmiert Sie, wenn Cyberkriminelle in die Hände Ihrer Daten kommen.

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