Sichere Passwörter

Trends und Tipps

Warum sind sichere Passwörter so wichtig?

In der digitalen Welt geht nichts mehr ohne Passwörter: Für jedes Gerät, verschiedene Anwendungen, Apps auf dem Smartphone und Onlineportalen benötigen wir einen Benutzernamen mit dem dazugehörigen Kenn- oder Passwort. Diese Passwörter sollten sicher und entsprechend komplex sein. Somit ist es schwierig, sich die Passwörter zu merken. Einfache Passwörter stellen jedoch keine Lösung dar. Spätestens wenn der eigene Account gehackt wurde, gilt es, das Passwort sicherer zu gestalten und gleichzeitig darauf zu achten, dass es nicht so einfach in Vergessenheit gerät.

Owl verrät Ihnen, was Sie bei Ihren Passwörtern beachten sollten.

Wie funktionieren Kennwörter in der digitalen Welt?

Passwörter sind keine Erfindung des Computer-Zeitalters. Schon seit Jahrhunderten verwendet das Militär eine Parole als Erkennungszeichen. Dieses Wort wird benutzt, um bei Dunkelheit oder bei unbekannten Personen Freund und Feind zu unterscheiden. Auch heute dient das Passwort dazu, sich und seine Identität gegenüber dem zu nutzenden System auszuweisen. Je mehr Sicherheitsrichtlinien Sie also bei Ihrem Passwort beachten, desto besser werden persönliche Daten geschützt und der Identitätsklau verhindert. Das bedeutet natürlich auch, dass bei besonders sensiblen Bereichen wie dem Online-Banking sichere Passwörter alleine nicht ausreichen. Dort lauern Gefahren durch Phishing oder Schadprogramme wie Banking Trojanern, welche im Hintergrund unbemerkt Daten sammeln.

Eines der Probleme bei der Wahl des Passworts ist die Vorgabe des jeweiligen Dienstes. So kommt es häufig vor, dass beim Anlegen eines neuen Accounts spezifische Bedingungen erfüllt sein müssen, beispielsweise die Verwendung von Sonderzeichen, eine bestimmte Länge oder Ziffern. Das alles schließt die Verwendung eines einzigen Passworts für alle Zugänge aus. Wer Probleme hat, sich all diese Daten zu merken, kann auf ein spezielles Programm zurückgreifen, in dem alle Passwörter wie in einem Tresor gespeichert werden, beispielsweise das kostenlose Programm KeePass Password Safe. Dieses Programm gibt es in verschiedenen Versionen für alle gängigen Betriebssysteme und in verschiedenen Sprachen.

Warum „hallo“ und „passwort“ keine sicheren Passwörter sind

Obwohl viele Internetnutzer inzwischen sensibler mit ihren Daten umgehen, ist das Thema „sichere Passwörter“ nach wie vor aktuell. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) veröffentlichte jetzt im Dezember eine Studie, aus der hervorgeht, dass das Lieblingspasswort tatsächlich „hallo“ ist, dicht gefolgt von „passwort“. Auf Platz 4, kaum zu glauben, steht „schalke04“. Immerhin handelt es sich dabei um eine Zahlen- und Buchtsabenkombination. In der Studie wurden keine reinen Zahlenkombinationen erfasst. So ist, laut NTV, davon auszugehen, dass „12345“ in Deutschland und weltweit unangefochten den ersten Platz der beliebtesten Passwörter belegt. Passwörter bestehend aus Buchstaben, Zahlen und auch noch Sonderzeichen sowie abwechselnd Groß- und Kleinschreibung geraten so schnell in Vergessenheit, dass offensichtlich viele Internetnutzer auf diese einfachen Passwörter zurück greifen, berichtet Stern. Wer selbst so ein einfaches, aber unsicheres Passwort verwendet, kann nur darauf hoffen, dass es ihn nicht trifft und der eigene Zugang nicht geknackt wird. Besser ist es, seine Daten mit sicheren Passwörtern zu schützen. Ein sicheres Kennwort lässt sich sowohl mit einem Passwort-Generator, als auch händisch erstellen. Wobei automatisch generierte Passwörter oft den Nachteil haben, dass sie sich nur schwer merken lassen. Einfacher ist es mit selbst erstellten Kennwörtern.

Um selbst ein sicheres Passwort zu erstellen, kann beispielsweise ein normaler Satz – als Eselsbrücke – genommen werden:

  • Ich stehe jeden Morgen ganz pünktlich um 7 Uhr auf. Davon verwenden wir jetzt nur noch die Anfangsbuchstaben: IsjMgpu7Ua
  • Um die Stärke des Passworts weiter zu erhöhen, können jetzt noch beliebige Sonderzeichen eingefügt werden: IsjM§gpu?7Ua

So einfach haben wir ein 12-stelliges Passwort generiert, das sowohl Groß-, als auch Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen enthält und vergleichsweise einfach zu merken ist.

Auf Nummer sicher gehen: 6 Tipps für ein gutes Passwort

Damit Ihre Daten im Internet sicher sind, sollten Sie also immer auf ein sicheres Passwort achten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich mit diesem Thema beschäftigt und gibt eine Empfehlung für sichere Passwörter:

  • Es sollte mindestens acht Zeichen lang sein. (Ausnahme: Bei Verschlüsselungsverfahren wie zum Beispiel WPA und WPA2 für WLAN sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein, da hier so genannte Offline-Attacken möglich sind.)
  • Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern (?!%+…) bestehen.
  • abu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes, des Lieblingsstars oder deren Geburtsdaten und so weiter.
  • Es sollte nicht in Wörterbüchern vorkommen.
  • Es soll nicht aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen, also nicht „asdfgh“ oder „1234abcd“ und so weiter.
  • Einfache Ziffern am Ende des Passworts anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? #, am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passworts zu ergänzen ist auch nicht empfehlenswert.

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